Grub manuell installieren

Folgende Situation: Ich installierte Arch Linux mit der Installations-CD. Nachdem das System installiert wurde, scheiterte allerdings die Installation von Grub.

Um Grub manuell mit dem Live-System der Installations-CD zu installieren, sind folgende Befehle nötig. /dev/sda3 bezeichnet die Root-Partition / und ist anzupassen.

$ mount /dev/sda3 /mnt

Falls /boot sich auf einer eigenen Partition befindet (/dev/sda1 ist anzupassen):

$ mount /dev/sda1 /mnt/boot
$ mount -o bind /proc /mnt/proc
$ mount -o bind /dev /mnt/dev
$ mount -o bind /sys /mnt/sys
$ chroot /mnt /bin/bash
$ grep -v rootfs /proc/mounts > /etc/mtab
$ grub-install /dev/sda

Grub konfigurieren

Da die Root-Partion gemountet ist, kann an dieser Stelle auch die Konfiguration von Grub angepasst werden:

$ nano /boot/grub/menu.lst

Wichtig ist z. B. die richtige Zuweisung der Partitionen:

[...]
root (hd0,2)
[...]

Die erste Nummer bezeichnet die Festplatte, die zweite Nummer die Partition. Gezählt wird jeweils ab Null, d. h. hd0,2 bedeutet z. B. /dev/sda3.

Geschwindigkeit des Scrollings im Firefox ändern

Allgemein wird beim Scrolling eine bestimmte Anzahl von Zeilen übersprungen. Möchte man diese Anzahl der Zeilen nur für den Firefox ändern, d. h. für den Rest des Systems ändert sich nichts, muss man folgende Änderungen durchführen:

  1. In der Adressleiste rufen wir about:config auf.
  2. In der "Filter:"-Textbox geben wir mousewheel.withnokey.sysnumlines ein. Wir klicken das Suchergebnis mit der rechten Maustaste an und wählen "Umschalten", falls der Wert "true" ist. Der neue Wert ist "false". Nun orientiert sich Firefox nicht mehr an der systemweiten Vorgabe der zu srollenden Zeilen.
  3. In der "Filter:"-Textbox geben wir nun mousewheel.withnokey.numlines ein. Mit einem Doppelklick auf das Suchergebnis können wir die Anzahl der zu scrollenden Zeilen ändern. Der Standardwert ist "6".

Quelle: http://osnovice.blogspot.com/2007/04/test.html

Speichern zuletzt verwendeter Dateien in Gnome 3 deaktivieren

Möchte man, dass in Gnome 3 die zuletzt verwendeten Dateien weder in Nautilus (dem Dateimanager) noch in anderen Anwendungen angezeigt werden, ist folgende Einstellung nötig.

Wir erstellen die Datei .config/gtk-3.0/settings.ini falls noch nicht vorhanden und fügen darin folgende Zeilen ein:

[Settings]
gtk-recent-files-max-age = 0

Um die Einstellung zu übernehmen, starten wir die Gnome-Shell neu: Alt + F2 und den Befehl r ausführen.

Quelle: https://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?pid=929158#p929158

Brother DCP-195C in Arch Linux installieren

Diese Anleitung beschreibt, wie man das Drucksystem CUPS und den Drucker Brother DCP-195C in Arch Linux installiert. Ich denke, dass die Anleitung mit Anpassungen auch auf andere Drucker von Brother anwendbar sein wird.

Zuerst installieren wir das CUPS Drucksystem (das Paket ghostscript ermöglicht zusätzlich das Drucken in PDF-Dateien):

$ pacman -S cups ghostscript

Der Drucker wird durch das Kernel-Modul usblp eventuell nicht von CUPS erkannt. Daher blacklisten wir es für kommende Systemstarts. In Der Datei /etc/modprobe.d/[beliebiger_name].conf, z. B. /etc/modprobe.d/blacklist.conf fügen wir folgende Zeile hinzu:

blacklist usblp

Damit CUPS bei jedem Systemstart automatisch geladen wird, tragen wir es in das DAEMON-Array der Datei /etc/rc.conf ein:

DAEMONS=([...] cupsd [...])

Um alle Änderungen anzuwenden, starten wir das System neu. Anschließend installieren wir den Druckertreiber. Für den Drucker DCP-195C von Brother laden wir das Archiv (Tarball) dcp195c von https://aur.archlinux.org/packages.php?ID=33428 herunter (nach anderen Druckertreibern von Brother kann man leicht suchen), entpacken es und bauen daraus ein installierbares Paket:

$ tar xvzf dcp195c.tar.gz
$ cd dcp195c
$ makepkg -s

Mit Administratorrechten installieren wir das erstellte Paket und dann den Druckertreiber (wir installieren sozusagen zuerst ein Setup-Skript, das wir dann ausführen):

$ pacman -U *.xz
$ /usr/local/Brother/Printer/dcp195c/cupswrapper/cupswrapperdcp195c 

Im Prinzip ist der Drucker nun einsatzbereit, aber ich musste noch das Papierformat von Letter auf A4 umstellen. Dazu öffnen wir die Druckerverwaltung http://localhost:631/printers/ in einem Browser, klicken unseren Drucker an, wählen im Drop-down-Menü Administration > Standardeinstellungen festlegen, wählen auf der neuen Seite für die Option Media Size "A4" aus und klicken auf Standardeinstellungen festlegen.

Windows Schriftarten in Arch Linux installieren

Die am häufigsten verwendeten Windows Schriftarten wie z. B. Arial können leicht in Arch Linux installiert werden. Dazu laden wir das Archiv (Tarball) des Paketes ttf-ms-fonts herunter und entpacken es mit:

$ tar xzvf ttf-ms-fonts.tar.gz

Wir wechseln in das entpackte Verzeichnis

$ cd ttf-ms-fonts

und erstellen ein Paket, das wir mit Pacman installieren können. Der Parameter -s installiert fehlende Software.

$ makepkg -s

Nun installieren wir das erstellte Paket:

$ pacman -U ttf-ms-fonts-2.0-8-any.pkg.tar.xz

Fertig! Die im Paket enthaltenen Schriftarten sind Andale Mono, Arial, Comic Sans MS, Courier New, Georgia, Impact, Times New Roman, Trebuchet MS, Verdana und Webdings.

Gnome Dictionary offline zum Übersetzen benutzen

Ich habe nach einem Programm gesucht, mit dem ich ohne Internetzugang englische Wörter ins Deutsche übersetzen kann. Da ich Gnome 3 als Desktopumgebung nutze, sollte es idealerweise ein Programm sein, dass sich optisch gut in Gnome einfügt.

Hier möchte ich die Lösung dieser Anforderung beschreiben. Das System ist ein Arch Linux, die Software ist aber auch für andere Linux-Distributionen verfügbar.

Das Programm meiner Wahl ist Gnome Dictionary. Es ist im Paket gnome-utils enthalten. Mit Administratorrechten wird es wie folgt installiert:

$ pacman -S gnome-utils

Damit kann man online auf Wörterbücher und Übersetzungswörterbücher zugreifen. Nun wollen wir es aber auch offline nutzen können. Dazu installieren wir weitere Software. Wir laden das Archiv (Tarball) des Paketes dict-freedict-eng-deu herunter und entpacken es:

$ tar xzvf dict-freedict-eng-deu.tar.gz

Wir wechseln in das entpackte Verzeichnis

$ cd dict-freedict-eng-deu

und erstellen ein Paket, das wir mit Pacman installieren können. Der Parameter -s installiert fehlende Software.

$ makepkg -s

Nun installieren wir das erstellte Paket:

$ pacman -U dict-freedict-eng-deu-0.3-1-i686.pkg.tar.xz

Wir können Wörter nun auf zwei Weisen übersetzen lassen. Erstens im Terminal:

$ dict means
1 definition found

From English-German FreeDict Dictionary [eng-deu]:

  means /miːnz/
   bedeuten, bedeutet, Hilfsmittel, nMittel, n

Zweitens mit Gnome Dictionary. Dazu sind ein paar Einstellungen nötig:

  1. Wir starten Gnome Dictionary und klicken auf Bearbeiten > Einstellungen. Im Reiter Quelle auf die Schaltfläche Hinzufügen. Wir machen folgende Angaben und klicken auf Hinzufügen.
    screen1
  2. Im noch geöffneten Einstellungsfenster wählen wir unsere Quelle Lokal und klicken auf Schließen.
    screen2
  3. Fertig!
    screen3

Gravatare für Kommentare

Seit heute können die Kommentare auf meiner Seite mit einem Gravatar verknüpft werden. Das Ganze funktioniert so: Man erstellt sich ein Konto auf gravatar.com. Dort meldet man sich mit der E-Mail-Adresse an, die man z. B. beim Kommentieren eines Blog-Eintrags immer verwenden möchte und lädt dort ein Bild als Avatar hoch. Wann immer man nun einen Kommentar hier hinterlassen möchte, gibt man einfach die E-Mail-Adresse an, die mit dem Gravatar verknüpft ist, und das persönliche Avatar wird automatisch neben dem Namen angezeigt.

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Auf meiner Seite werden die angegebenen E-Mail-Adressen weder veröffentlicht, noch an Dritte weiter gegeben. Es mag aber auch Besucher geben, die keine E-Mail-Adresse angeben wollen. Auf meiner Seite besteht daher auch keine Pflicht dazu.

Mein neuer Lieblings LaTeX Editor: Gummi

Am LaTeX Editor Gummi gefällt mir, dass er optisch sehr schlicht ist und dennoch die beste Funktionalität bietet, die ich bisher erlebt habe. Er ist schlicht, weil er im Wesentlichen nur aus einer linken und rechten Fensterhälfte besteht. Die beste Funktionalität bietet er, weil er in der rechten Fensterhälfte automatisch eine Vorschau erzeugt, eventuelle Fehler im Skript hervorhebt und die Möglichkeit einer deutschen Rechtschreibprüfung bietet.

Hier ein Bildschirmfoto, dem ihr auch meine minimale Dokumenteneinstellung entnehmen könnt.
Gummi Editor

Die Installationsanleitung für Arch Linux:

$ pacman -S gummi texlive-fontsextra

Die Installationsanleitung für Ubuntu 10.10:

  1. TeX Live installieren:
    $ sudo apt-get install texlive texlive-lang-german texlive-latex-extra texlive-fonts-extra
  2. LaTeX Editor Gummi installieren:
    $ sudo add-apt-repository ppa:gummi/gummi
    $ sudo apt-get update
    $ sudo apt-get install gummi
    

Die Installationsanleitung für Debian Squeeze:

  1. TeX Live installieren (alles folgende als Administrator):
    $ apt-get install texlive texlive-lang-german texlive-latex-extra texlive-fonts-extra
  2. LaTeX Editor Gummi installieren:
    1. Benötigte Pakete zum Kompilieren von Gummi installieren
      $ apt-get install intltool pkg-config libglib2.0-dev libgtk2.0-dev
      libgtksourceview2.0-dev libpoppler-glib-dev libgtkspell-dev
    2. Download (source tarball)
    3. $ tar xvf gummi*
      $ cd gummi*
      $ ./configure
      $ make
      $ checkinstall make install
      
    4. Für die Rechtschreibprüfung folgendes Paket installieren:
      $ apt-get install python-gtkspell

Merkzettel: OpenOffice.org Theme in Ubuntu verändern

Das Standardtheme von OpenOffice.org heißt Galaxy. In Ubuntu ist aber ein Ubuntu Theme aktiviert. Ansprechender ist das aus der Windowsversion bekannte Galaxy Theme, das man wie folgt aktivieren kann:

  1. Theme installieren:
    $ sudo apt-get install openoffice.org-style-galaxy
  2. OpenOffice.org Writer starten
  3. Reiter Extras > Optionen
  4. OpenOffice.org > Ansicht
  5. Symbolgröße klein und Symbolstil Galaxy wählen

Merkzettel: Sauberer Desktop in Ubuntu

Ich kann es mir einfach nicht merken. Daher nun ein Merkzettel, wie man einen "sauberen Desktop" in Ubuntu (mit Gnome) erhhält. Die ausführliche Anleitung gibt es auf ubuntuusers.de

Hier die erforderlichen Schritte, damit Laufwerke nicht mehr auf dem Desktop angezeigt werden.

  1. Konfigurationseditor starten:
    $ gconf-editor
  2. Option volumes_visible unter apps > nautilus > desktop deaktivieren
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